Heinrich von Herzogenberg: Totenfeier

Heinrich von Herzogenberg: Totenfeier

Band : , ,
Titel : Heinrich von Herzogenberg: Totenfeier
Release Date : 26. Mai 2014
Label : cpo
Catalog ref. : cpo 777 755-2
Format : CD

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900): Totenfeier op. 80

Heinrich von Herzogenberg (1843-1900): Begräbnisgesang op. 88
Heinrich von Herzogenberg (1843-1900): Requiem op. 72

 

Es ist einzigartig in der Musikgeschichte, dass ein Komponist sich mit drei sehr unterschiedlichen Textvorlagen dem Thema Sterben und Tod gestellt hat: im klassischen Sujet der katholischen Totenmesse (Requiem), mit einer sozusagen evangelischen Kantate auf deutsche Bibelworte und Liedstrophen und mit einem selber geschaffenen Gedicht. Heinrich von Herzogenberg, dem cpo eine fast vollständige Werkedition widmet, hat sich dieser Trauerarbeit unterzogen. Entstand sein Requiem 1890 noch ohne konkreten Anlass, so sind die anderen beiden Werke als künstlerische Reaktionen auf zwei persönliche schmerzliche Schicksalsschläge zu sehen: 1894 war erst 52jährig Herzogenbergs bester Freund Philipp Spitta überraschend an einem Herzschlag gestorben. Für die Grabsteineinweihung ein Jahr später komponierte Herzogenberg seinen Begräbnisgesang. Zwei Jahre früher hatte ihn allerdings ein wesentlich existentiellerer Verlust getroffen: Seine geliebte Gattin Elisabeth war ihrem langjährigen Herzleiden erlegen: Sie war erst 44 Jahre alt. Herzogenberg stürzte sich geradezu in Arbeit, um das Vermächtnis seiner Frau nun in Tönen weiter zu tragen. Er schrieb seine große »Kirchenkantate auf das Todtenfest«. Die Textgrundlage stellte er selbst zusammen aus Bibelworten und Choralstrophen. Es ist in dieser persönlich Form ein Gegenstück zu Brahms Deutschem Requiem geworden. Max Bruch schrieb nach der Uraufführung: »Herzogenberg hat den Mut gehabt, sich genau so zu äußern, wie es ihm ums Herz war, und die Wirkung ist nicht ausgeblieben.«

Georg Philipp Telemann: Kantaten zu Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten

Georg Philipp Telemann: Kantaten zu Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten

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Titel : G.Ph.Telemann: Kantaten - Ulrich Stötzel
Release Date : 13. Februar 2012
Label : Hänssler Classic
Catalog ref. : 98.624
Format : CD

Georg Philipp Telemann (1681-1767): Kantaten zu Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt (TVWV 1:873)
Gott fährt auf mit Jauchzen (TVWV 1:642)

Daran ist erschienen die Liebe Gottes (TVWV 1:165)

Die drei in dieser Einspielung vorgestellten Festkantaten von stammen aus den Jahren 1716 / 17 bis 1720. Kein Komponist seiner Zeit hat es so gekonnt verstanden, den italienischen und den französischen Musikstil für seine affektenreiche Kirchenmusik einzusetzen wie Telemann. Mit Erdmann Neumeister stand Telemann ein Dichter zur Verfügung, dessen Musikkennerschaft ebenso groß wie seine Begabung war, eine klangvolle poetische, vor allem aber auch musikgerechte Sprache zu verwenden. Diese Werke können den anders gearteten Kantaten Bachs als gleichwertig an die Seite gestellt werden. Der historisch informiert, auf alten Instrumenten spielende Hannoversche Hofkapelle stehen erstrangige Sänger zur Verfügung, der Hörer kann sich der Inbrunst dieses Musizierens nicht entziehen.

Auferstehungshistorie

Auferstehungshistorie

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Titel : Schütz: Auferstehungshistorie
Release Date : 8. März 2019
Label : Accent
Catalog ref. : AC 24355
Format : CD

Heinrich Schütz: Historia der Auferstehung Jesu Christi (SWV 50)

Heinrich Schütz: Motetten SWV 443, 464, 393, 35
„Weib, was weinest du?“ SVW 443
„Ich bin die Auferstehung und das Leben“ SWV 464
„Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“ SWV 393
„Singet dem Herren ein neues Lied“ SWV 35

Anna Gschwend, Yeree Suh, Marie Kuijken (Sopran)
Daniel Schreiber, Sören Richter, Baltazar Zuniga, Stephan Scherpe (Tenor)
Jens Hamann (Bariton)
Stephan Vock (Bass)

La Petite Bande

Sigiswald Kuijken

Die im Jahr 1623 entstandene Historia der frölichen und Siegreichen Aufferstehung unsers einigen Erlösers und Seligmachers Jesu Christi SWV 50 ist ohne Einschränkung zu den Hauptwerken von Heinrich Schütz zu zählen. Trotz denkbar beschränkter Mittel (maximal neun Sänger, vier Streicher und Orgel ‒ mehr schreibt Schütz nicht vor) gelingt dem Komponisten hier eine ungemein intensive musikalische Umsetzung der Auferstehungsgeschichte. Auch die übrigen vier Werke der Einspielung verweisen auf das Osterfest. Die Aufnahme eröffnet den Reigen musikalischer Höhepunkte im Jubiläumsjahr von Sigiswald Kuijken, der seinen 75. Geburtstag feiert.

Hymnus an den heiligen Geist

Hymnus an den heiligen Geist

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Titel : Camerata Musica Limburg: Die Einsiedelei
Release Date : 5. Oktober 2018
Label : GENUIN classics
Catalog ref. : Geniun GEN 18616
Format : CD

Franz Schubert (1797-1828)

Sämtliche Chorwerke für Männerchor
Vol.4 „Die Einsiedelei“

Christoph Pregardien, Andreas Weller, Sebastian Kohlhepp, Jens Hamann, Adolph Seidel, Tilman Hoppstock, Andreas Frese

Camerata Musica Limburg
Jan Schumacher

Auch in der vierten Folge ihrer Gesamteinspielung stehen Jan Schumacher und seinen Mannen von der Camerata Musica Limburg hochrangige Musiker wie der Tenor Christoph Prégardien zur Seite. Die klangliche Palette der klar und intonationssicher geführten Männerstimmen reicht vom zartesten Flehen des Gesangs der Geister bis zum satten Strahlen eines Punschliedes nach Schiller.

Sancta Trinitas

Sancta Trinitas

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Titel : Sancta Trinitas
Release Date : 9. Oktober 2018
Label : Ambiente
Catalog ref. : Ambiente ACD 3042 LC 07811
Format : CD

SANCTA TRINITAS

Oratorisches Triptychon für Sopran, Bariton, Chor und Orchester

Enjott Schneider (*1950)

Inga Lisa Lehr (Sopran)
Jens Hamann (Bariton)

Aachener Bachverein
Deutsches Radio Kammerorchester

Leitung: Georg Hage

Uraufführung: 26.11.2017, Aachen, Kirche St. Michael / Hagios Dimitrios im Rahmen der 44. Aachener Bachtage 2017

Zentrum des Oratoriums ist Martin Luthers Trinitätslied von 1524 WIR GLAUBEN ALL AN EINEN GOTT, dessen drei Strophen Bezug nehmen zu den drei Glaubensartikeln von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Jeder Teil des Triptychons stellt der Lutherschen Liedstrophe einen freien Text gegenüber: In Teil 1 ist es eine Lobpreisung des Astronoms, Naturphilosophen, Mathematikers und Theologen Johannes Kepler (1571-1630). In Teil 2 ist es ein bittendes Gedicht (aus „Gedichte aus dem Widerstand“) von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), das er kurz vor seiner Ermordung durch die Nazis in Schmerzen und Zweifeln einer entsetzlichen Kerkerhaft schrieb. Es steht in Teil 2 daher im Kontext eines „Warum“ und eines „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ In Teil 3 über den heiligen Geist wird dieser mit den Taufsymbolen Taube und Wasser in Berührung gebracht, vor allem aber wird der Spiritus Sanctus mit der brausenden Energie gekennzeichnet: der hier kommentierend hinzugezogene Text der Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) „Der Heilige Geist ist Quelle des Lebens“ thematisiert das Flammen, Lodern, Brennen, Leuchten unmittelbar und führt zu einem eindrucksvollen Finale.
Die Stilistik des Oratoriums ist von der auf Mittelalterliches verweisenden Archaik des Lutherschen Liedes beeinflusst: So kann man – etwa im Jubilus des Teils 1 – einen tänzerischen Saltarello vernehmen. Solcher Diatonik stehen aber ganz bewußt wieder chromatische und in moderner Tonsprache gehaltene Teile gegenüber. Da in dem Uraufführungskonzert von Teil 2 Werk auch Mozarts Requiem d-moll aufgeführt wurde, nimmt hier die Vertonung von Bonhoeffers „Menschen gehen zu Gott“ den rhythmischen Gestus von Mozarts einzigartimen „Lacrimosa“ mit den flehenden Achteln auf. In den Kontext von Mozarts Genialität genommen erhält Bonhoeffers Text eine kosmische Weite und wird zu einer berührenden „Versöhnung aus der Finsternis“. – Da instrumentale Musik oft dort ihre Transzendenz aufweist, wo Begrifflichkeit und Logik der Wortsprache enden, hat in dem Triptychon das Orchester auch Wesentliches „zu sagen“: etwa in der Trauer des „Tenebrae“ , im „Fragenden Licht“ oder in „Wasser“ und „Taube“.

Website des Komponisten

Beethoven: Folksong Arrangements

Beethoven: Folksong Arrangements

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Titel : Beethoven: Folksong Arrangements
Release Date : 16. Januar 2015
Label : Brilliant Classics
Catalog ref. : 94925
Format : CD

Ludwig van Beethoven (1770-1827): Folksong Arrangements

Irische Volkslieder WoO 152 Nr. 1-25, WoO 153 Nr. 1-20, WoO 154 Nr. 1-12
Walisische Volkslieder WoO 155 Nr. 1-26
Schottische Volkslieder WoO 156 Nr. 1-12
Volkslieder verschiedener Völker WoO 157 Nr. 1-12, WoO 158a Nr. 1-23, WoO 158c Nr. 1-5
Schottische Volkslieder op. 108 Nr. 1-25
Britische Volkslieder WoO 158b Nr. 1, 3-6
Air franais Hess 168

Umfangreichste Zusammenstellung mit Aufnahmen der Volkslieder-Bearbeitungen Beethovens

Zweifelsohne gehört Ludwig van Beethoven (1770–1827) zu den wichtigsten Figuren der abendländischen Kultur. Seine Sinfonien und Konzerte, seine Kammermusik und Klavierwerke gehören zum festen Musik-Kanon. Seine (immerhin rund 180) Bearbeitungen englischer, irischer, schottischer und walisischer Volkslieder, allesamt Auftragsarbeiten für den schottischen Musikverleger George Thomson, bleiben hingegen bis zum heutigen Tag weitgehend unbeachtet. Das ist bedauerlich, denn Beethoven übertrug die Werke mit ihrer ausgeprägten Melodik mit bemerkenswerter Sorgfalt in eine klassische Tonsprache. Mit 167 Volkslieder-Bearbeitungen Beethovens bietet die vorliegende 6-CD-Box die umfangreichste Zusammenstellung an Aufnahmen dieser Art.

Sie entstanden 1972 und 1979 für das DDR-Label Eterna und 2007 für Brilliant Classics. Exzellente Solisten wie Dorothee Wohlgemuth, Antonia Bourvé, Siegfried Lorenz und Eberhard Büchner, begleitet vom Berliner Solistenchor, dem Brahms Trio und dem Rundfunkchor Leipzig bürgen für hochklassige Umsetzungen. Das Booklet enthält einführende Angaben zur Musik sowie ausführliche diskografische Angaben zu den Aufnahmen. Die Liedtexte können auf der entsprechenden Produktseite auf brilliantclassics. com heruntergeladen werden.

Marc-Antoine Charpentier: Weihnachtskantaten

Marc-Antoine Charpentier: Weihnachtskantaten

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Titel : Marc-Antoine Charpentier: Noel - Weihnachtskantaten, Kay Johannsen
Release Date : 14. Oktober 2008
Label : Carus, Marc-Antoine
Catalog ref. : Carus 83.196
Format : CD

Marc-Antoine Charpentier (1643-1704): Canticum in navitatem Domini H 393
Marc-Antoine Charpentier (1643-1704): In circumcisione Domini H 316

Marc-Antoine Charpentier ist nicht nur der Erfinder der Eurovisions-Melodie, sondern hat durch Oratorien, Motetten und Kantaten wesentliche Beiträge zur geistlichen Musik des französischen Barocks geschaffen. Einige seiner Weihnachtsmusiken sind auf der vorliegenden CD eingespielt. Die musikalische Gestaltung folgt – ähnlich wie in Charpentiers umfangreicheren Histoires sacrées – dem oratorischen Stil, mit rezitativischer Evangelistenpartie und direkten Reden der biblischen Personen. Die Sänger des solistenensemble stimmkunst übernehmen sowohl die solistischen als auch die chorischen Partien. Das Programm dieser CD wird durch eine Reihe von reizvollen instrumentalen Noëls, Weihnachtsliedern also, für eine kleine Instrumentalbesetzung, ergänzt.